Safari Runner, Südafrika

Das Cape West gilt als Naturjuwel von Südafrika und verfügt über die größte Artenvielfalt Südafrikas. Fynbos ist Teil des gut situierten und vielfältigen Cape Floral Kingdom und zählt zu den weltweit besten Orten, um Wale und Weiße Haie zu beobachten, was zahlreiche Touristen anzieht. Neben den in jüngster Zeit etablierten sozialen Infrastruktureinrichtungen ist der Tourismus aber nach wie vor einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Region.

Das Erbe der Apartheid hat in Südafrika noch heute sichtbare Spuren hinterlassen. So zeigen sich vor allem in den Bereichen Bildung und Sport die Auswüchse stringenter Rassentrennungspolitik. Ein Recht auf Chancengleichheit wurde Farbigen und Frauen ebenso verwehrt, wie der Zugang zu öffentlichen Sporteinrichtungen. Deshalb fehlt es auch heute noch besonders in ländlichen Gebiete Südafrikas an Schul- Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Das kommunale Sportzentrum Gansbaai hat diesen Nachholbedarf erkannt und bemüht sich seit Jahren darum, hier entsprechende Angebote zu etablieren. Die derzeitigen Förderschwerpunkte sind Fußball, Basketball und Rasenhockey. Die Leichtathletik Programme sollen vor allen aufgrund der vielversprechenden Nachwuchstalente aus der Region weiter ausgebaut werden. Einer der größten Förderer ist hier u. a. der Deutsche Leichtathletikverband, der durch die Unterstützung von afrikanischen Talenten einen besonderen Beitrag zur Armutsbekämpfung leistet und damit international vorbildliche Verantwortung im Sportbereich übernimmt. Im Einzugsgebiet liegen Dörfer mit unterschiedlichsten weißen und farbigen Bevölkerungsgruppen. Dadurch fungiert die Sportanlage als perfekter Katalysator für soziale und ethnische Integration. Neben dem physischen und sozialen Nutzen des Sportzentrums hilft dieses zur Entwicklung eines gemeinsamen nationalen Selbstverständnisses und wirkt sozialen Missständen wie Kriminalität, Drogenmissbrauch und Arbeitslosigkeit entgegen.

Projektziele:

Ziel des Projektes ist es, die sportlichen Kompetenzen von ausgewählten Jugendlichen des Gansbaai Sportzentrums für den Tourismus zu nutzen und damit eine Brücke zu einer neuen Qualität interkultureller Verständigung zu schlagen. So sollen geeignete Jugendliche zu Leichtathletiktrainern und „Lauf-Coaches“ ausgebildet werden. Diese führen dann Touristen auf verschiedenen Laufstrecken, den so genannten „Running Safaris“, durch die südafrikanische Natur. Um mehr über die Umwelt zu lernen, erhalten die Coaches zudem eine grundlegende Ausbildung über Flora und Fauna sowie die historische Entwicklung Südafrikas, um Touristen adäquate Auskünfte geben können.

In Zusammenarbeit mit Futouris, gefördert durch den Projektpaten Airtours, soll eine neue innovative Einbindung von jungen Menschen in touristische Wertschöpfungsketten erprobt werden, mit dem Ziel dieses Format als zukunftsfähige Beschäftigungsmöglichkeit zu etablieren.

Projekt-Steckbrief

Projektstandort
Gansbaai, Südafrika
Projektstart
01.01.2012
Projektdauer
3 Jahre
Projektkoordinator
Leán Terblanche
Projektpartner
Grootbos Foundation

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