Machbarkeitsstudie zur Erstellung eines CO2-Katasters zur Berechnung eines Klima-Fußabdrucks für Reisen

Reisen verbindet Menschen und trägt zur Weltoffenheit und Toleranz der Reisenden bei. Ziel ist es, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen zu berücksichtigen, wie es die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen deutlich machen.

 

Um die Tourismusbranche für den Umgang mit zukünftigen Krisen zu stärken, kommt dem Thema Klimawandel eine besondere Bedeutung zu. Der Klimawandel ist die größte bereits jetzt vorhersehbare Krise und wird einschneidende Veränderungen für unsere Destinationen bedeuten (die die aktuellen Verwerfungen durch die COVID-Krise bei Weitem übertreffen können). Um die im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen, müssen verbindliche Maßnahmen zur Reduktion klimaschädlicher Emissionen ergriffen werden. Dies gilt auch und gerade für den Tourismussektor im Rahmen einer zukunftsgerechten Mobilität.

 

Im Rahmen ihres künftigen Branchenprojektes zum Thema Klimaschutz haben sich die Futouris Mitglieder verständigt, ein CO2-Kataster mit einheitlicher Berechnungsgrundlage zu erstellen, um für alle angebotenen Reisen sowie die Unternehmensstandorte den Klima-Fußabdruck berechnen zu können. Ziel ist es, den Klimafußabdruck von Reisen und Reisebausteinen zu senken und die Profitabilität zu verbessern, indem Produkte mit hoher CO2-Intensität ausgelistet werden.

Um die Voraussetzungen für das Vorhaben zu analysieren und diese in die Projektgestaltung einzubeziehen, wird in einem ersten Schritt eine Machbarkeitsstudie unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Strasdas durchgeführt.

Diese beinhaltet folgende Aktivitäten und Aspekte

  • Recherche und Vergleich existierender Methoden und Tools für die Berechnung des Klima-Fußabdrucks von Reisen sowie für Unternehmensstandorte.
  • Zusammenstellung von Best Practice Beispielen zur Berechnung des Klima-Fußabdrucks und entsprechender Kennzeichnung aus der internationalen Reisebranche sowie aus anderen Branchen (bspw. Lebensmittel, Textil).
  • Zusammenstellung von bestehenden und künftigen politischen Anforderungen hinsichtlich Erfassung und Auszeichnung des Klima-Fußabdrucks von Reiseangeboten.
  • Expertengespräche mit Anbietern von Methoden und Tools zur Berechnung des Klima-Fußabdrucks von Reisen, u.a. zu Möglichkeiten der Anpassung und Weiterentwicklung bestehender Methoden und Tools.
  • Expertengespräche bei DER Touristik zur Erfassung von Vorschlägen und Anforderungen der internen Experten für die weitere Projektplanung.

Projektziele:

Ziel der Machbarkeitsstudie ist es, bereits existierende Methoden und Tools für die Berechnung des Klima-Fußabdrucks von Reisen sowie für Unternehmensstandorte zu analysieren, um Verbesserungspotentiale zu identifizieren. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in die Ausgestaltung des Futouris Branchenprojektes zum Klimaschutz einbezogen. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung von spezifischen Umsetzungsmöglichkeiten mit Unternehmensvertretern der DER Touristik für eine pilothafte Umsetzung innerhalb der DER Touristik.

Projekt-Steckbrief

Projektstandort
Deutschland
Projektpate
Projektstart
01.01.2021
Projektdauer
6 Monate
Projektpartner
Prof. Dr. Wolfgang Strasdas
Ansprechpartner

Inga Meese

Geschäftsführerin Futouris e.V.
+49 (0) 40 - 809034 - 4055