21.03.2014

"Wasser-Fußabdrücke": Ressourcenschonendes Wassermanagement in Hotels

Berlin, 21. März 2014 – Pünktlich zum bevorstehenden Weltwassertag am 22. März 2014 startet das Futouris Mitglied Thomas Cook sein neues Patenprojekt „Wertvolles Wasser“. Ziel des Projekts ist es, die Ressource Wasser durch Einsparungen im Verbrauch zu schonen. Swantje Lehners, Referentin Nachhaltigkeit der Thomas Cook AG, betont: „Wasser ist ein wertvolles Gut. Viele der Regionen, in denen unsere Gäste ihren Urlaub verbringen, sind von Wasserknappheit betroffen. Den größten Anteil am touristischen Wasserverbrauch tragen die Hotels. Genau hier soll das Projekt ansetzen.“

Geleitet wird das Projekt von Dr. Stefan Gössling, Mitglied des Wissenschaftsbeirats von Futouris und Experte für Wassermanagement im Tourismussektor. Bereits im Oktober 2013 hatte der Wasserexperte im Auftrag von Thomas Cook eine Pilotstudie zum Wassermanagement in drei Sentido-Hotels auf Rhodos durchgeführt und erste Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs empfohlen. Dazu zählten der Aufbau eines Monitoring-Systems zur Kontrolle der Wasserverbräuche pro Hotelbereich, der Austausch von veralteten Armaturen und Mitarbeitertrainings für den sparsamen Wasserverbrauch. „Das Wassermanagement in Hotels ist eine besondere Herausforderung. Ob für die Gästeduschen, die Zimmerreinigung, den Pool oder die Bewässerung der Gartenanlage – der Wasserverbrauch ist enorm. Viele Hoteliers haben sich mit dem Thema noch nicht intensiv auseinandergesetzt. Mit dem Projekt wollen wir aufzeigen wo es Potenzial zur Reduzierung des Wasserverbrauchs gibt, um nachhaltig und kosteneffizient zu wirtschaften“, so Stefan Gössling.

„Wertvolles Wasser“: Der Projektverlauf

Aufbauend auf den ersten Erkenntnissen der Pilotstudie ist das Futouris-Projekt „Wertvolles Wasser“ auf zwei Jahre angelegt und gliedert sich in zwei Phasen. In der ersten Phase wird der Wasserverbrauch in zwölf Thomas Cook Konzepthotels (Sentido, Smartline, Sunwing, Sunprime) auf Rhodos erfasst. Aus den gemessenen Daten werden für jedes Hotel sogenannte „Water Footprints“ erstellt. Diese vom Hotel hinterlassenen „Wasser-Fußabdrücke“ geben Aufschluss über die Lokalisierung von Wasser- sowie Kosteneinsparungspotenzialen. Das Innovative am Konzept der Wasser-Fußabdrücke: Neben dem „direkten“ Wasserverbrauch, wird auch der „indirekte“ Verbrauch, der zum Beispiel bei der Erzeugung von Lebensmitteln für das Hotel an anderen Orten der Welt entsteht, mit in die Bewertung einbezogen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sind die Grundlage für die Entwicklung eines Wassermanagement-Handbuchs, das Hotels als Leitfaden und Benchmark dienen soll.

In der zweiten Phase des Projekts werden den untersuchten Hotels Vorschläge für konkrete Verbesserungsmöglichkeiten unterbreitet. Hotels, die bereit sind, diese zu implementieren, erhalten Wassermanagement-Trainings für involviertes Personal sowie Materialien für die Gästesensibilisierung. Die Ergebnisse und Maßnahmen werden nach Projektende zunächst an alle Thomas Cook Konzepthotels und weitere Hotelpartner herangetragen. Schließlich wird das Konzept der gesamten Hotelbranche zur Verfügung gestellt.

„Unser Bestreben ist es, die Hoteliers, die Mitarbeiter und schließlich auch die Kunden für einen sparsamen Umgang mit Wasser zu sensibilisieren. Die Ergebnisse des Projekts sollen der Tourismusbranche als „Best Practice“ dienen. Wenn alle Beteiligten nach den bewährten Methoden des Leitfadens handeln, können wir die Ressource Wasser nachweislich schonen“, so Swantje Lehners.

Das Projekt

Wertvolles Wasser, Griechenland

Besonders in den heißen Sommermonaten ist Wasser in vielen touristischen Zielgebieten ein knappes Gut. Das Projekt „Wertvolles Wasser“ zielt darauf ab, zu verstehen, wie Wasser in Hotels sparsamer verwendet werden kann und das Bewusstsein der Hoteliers und Urlauber für die Problematik des Wasserverbrauchs zu schärfen.

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