02.06.2020

Was passiert in den atmosfair Klimaschutzprojekten?

Die Futouris Reisebüros engagieren sich im Rahmen ihres gemeinsamen Projektes für mehr „Klimaschutz am Counter“, das Bewusstsein und Wissen der Expedienten zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu stärken. Hierfür wurde in Kooperation mit der Klimaschutzorganisation atmosfair und den Reisebüro-Coaches René Morawetz und Saskia Sánchez eine interaktive Webinarreihe zu verschiedenen Themen wie bspw. klimafreundliche Anreise, CO2-Kompensation, nachhaltige Unterkünfte oder Klimaschutz im Reisebüro konzipiert.

Vergangene Woche fand das dritte Webinar mit über 65 Teilnehmern statt. Unsere Moderatoren Saskia und René zeigten anhand der Klimaschutzprojekte von atmosfair, was mit den Spenden aus CO2-Kompensationen passiert, welche Vorteile diese Projekte haben und welche Standards erfüllt sein müssen.

 

Über 90% der Spendengelder fließen direkt in die Projekte. Vom Zeitpunkt der Spende bis zur tatsächlichen CO2-Einsparung können bis zu 1,5 Jahre vergehen, da atmosfair zunächst einen Vertrag mit dem Projektbetreiber schließt, in welchen festgelegt ist, wie viel CO2 das Projekt pro Jahr einsparen soll und wie es von atmosfair gefördert wird. Während dieser ersten 1,5 Jahre wird das Projekt ausgebaut und umgesetzt.

 

atmosfair unterstützt eine Vielzahl von Klimaschutzprojekten auf der ganzen Welt. Viele sind im atmosfairJahresbericht sowie auf der atmosfair Webseite dargestellt.

Mit den Kompensationsbeiträgen der Kunden über die Reservierungssysteme werden vorrangig diese drei Projekte unterstützt:

Wie die Spenden vor Ort genau helfen, zeigt das Beispiel aus Ruanda:

Im dicht besiedelten Ruanda ist eine Übernutzung der Ressource Holz ein großes Problem. Fast 95% der Ruander nutzen Holz zum Kochen der Grundnahrungsmittel Mais und Bohnen. Da diese besonders lange gekocht werden müssen, steigt mit wachsender Bevölkerungszahl auch die Nachfrage nach Brennholz. Die effizienten Öfen verbrauchen bis zu 80% weniger Holz. Davon profitieren nicht nur die Ruander (sie haben mehr Zeit und Geld, da das Holz nun deutlich länger reicht, ferner sinkt die Rauchentwicklung und die Gefahr von Atemwegserkrankungen) sondern auch die Umwelt (durch weniger Holzschlag) und das Klima (weniger CO2-Emissionen). Die Öfen werden in Ruanda aus importierten Komponenten montiert, womit zusätzlich lokale Arbeitsplätze geschaffen und neue Einkommensquellen generiert werden. atmosfair subventioniert die effizienten Öfen über die Kompensationsspenden, sodass sich auch einkommensschwache Haushalte einen Ofen leisten können.

Mit den energieeffizienten Öfen sparen die Einheimischen bis zu 80% Holz.

Mitarbeiter der Organisation Safer Rwanda montieren die Öfen.

Projekte, die atmosfair betreut, müssen einige Grundvoraussetzungen erfüllen, die in Standards festgehalten wurden:

  • CDM-Standard = Clean Development Mechanism: Dieser verpflichtet atmosfair, das Projekt in einem Entwicklungsland umzusetzen und so eine nachhaltige Entwicklung im Land zu erreichen (bspw. durch Technologietransfer).
  • Gold-Standard: Stellt sicher, dass CDM-Projekte tatsächlich zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Es müssen verschiedene Auflagen nachweislich erfüllt sein wie z.B. Fokus auf erneuerbaren Energien, Energieeffizienz oder Kompostierung mit Technologietransfer für eine saubere Entwicklung.

Ausführlichere Informationen zu den Projekten und Standards sowie Links zum Nachlesen findet ihr im Handout, welches als Praxishilfe für den Counter genutzt werden kann.

 

Die weiteren Termine der Webinare:

„Nachhaltige Unterkünfte“ am 18.06.: Was machen nachhaltige Unterkünfte besser und was sind die Vorteile für Kunden? Jetzt anmelden!

„Klimaschutz in der Destination“ am 09.07.: Wie kann der Kunde seinen Aufenthalt in der Destination klimafreundlicher gestalten, ohne auf tolle Erlebnisse verzichten zu müssen? Jetzt anmelden!

„Klimaschutz im Reisebüro“ am 18.08.: Ihr erhaltet Tipps, wie ihr Euren Alltag im Reisebüro klimafreundlicher gestalten könnt. Jetzt anmelden!

Das Projekt

Klimaschutz am Counter

Klimaschutz ist in aller Munde! Im Fokus des Projekts der Futouris Reisebüro-AG steht die Stärkung und Festigung des Bewusstseins und Wissens der Expedienten zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Durch die verbesserte Informationsvermittlung sollen Kunden verstärkt dazu angeregt werden, klimafreundlichere Reiseangebote zu wählen und die durch ihre Reisen verursachten CO2-Emissionen durch Kompensation in Klimaschutzprojekte auszugleichen.

Für Presserückfragen

Inga Meese
Geschäftsführerin Futouris e.V.
Schicklerstraße 5
10179 Berlin
Deutschland
+49 (0) 30 2789 0333

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