07.07.2017

Umfangreiches Projekt zur Förderung nachhaltiger Ernährung und Landwirtschaft auf Kreta gestartet

Heraklion, 7. Juli 2017. Mit einer großen Auftaktveranstaltung wurde am Montag unter dem Titel „Kreta – auf dem Weg zur Vorbilddestination für nachhaltige Ernährung im Urlaub“ ein umfangreiches Projekt für nachhaltige Ernährung und ökologische Landwirtschaft auf Kreta gestartet. Stavros Arnaoutakis, Gouverneur von Kreta, Thomas Ellerbeck, Vorsitzender des Kuratoriums der TUI Care Foundation, Michael Mavropoulos, Regional Director East Mediterranean von TUI Destination Services, sowie Angeliki Chondromatidou, Chefberaterin des griechischen Tourismusministeriums, begrüßten im TUI Sensatori Resort Crete by Atlantica (Atlantica Caldera Palace) nahe Heraklion über 80 lokale Weinbauern, Olivenfarmer sowie Vertreter verschiedener Hotelgruppen, zweier Weingüter und einer Olivenmühle. Ziel des gemeinsamen Projekts auf Kreta ist die Verknüpfung der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Insel – Tourismus und Landwirtschaft. Dazu vernetzen die TUI Care Foundation, Futouris sowie die lokale Agrarberatungsgesellschaft Local Food Experts und die Hotelexperten blueContec vor Ort Agrarproduzenten mit dem lokalen Tourismussektor und tragen so dazu bei, die griechische Insel zu einer Vorzeigedestination für nachhaltige Ernährung im Urlaub zu entwickeln. Das Projekt wird vom griechischen Tourismusministerium und der Regionalregierung von Kreta unterstützt.

„Das Projekt zeigt, wie groß das Potenzial des Tourismus für die lokale Wertschöpfung und die Beschäftigung vor Ort im Urlaubsland ist. Damit alle davon profitieren, Gäste, die lokalen Betriebe und die Bevölkerung, ist eine enge Vernetzung von Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismussektor wichtig. Wir müssen ein gemeinsames Verständnis dafür entwickeln, was Gäste wertschätzen, wenn sie eine Urlaubsdestination besuchen. Und wir müssen im Tourismussektor dafür werben, offen für lokale Produkte, Einflüsse und Erlebnisse zu sein. All das vereinen wir in unserem Projekt für nachhaltige Landwirtschaft und nachhaltigen Urlaub auf Kreta“, so Thomas Ellerbeck.

Im Fokus des Projekts stehen die beiden Hauptprodukte Kretas – Wein und Olivenöl – und ökologische Anbau- und Verarbeitungsprozesse. Außerdem werden sieben traditionelle kretische Weinreben durch die Herstellung von lokalen Weinen besonders gefördert. Bart Lyrarakis, Geschäftsführer des Weinguts Lyrarakis auf Kreta, betont die Bedeutung des Projekts für die Bewahrung heimischer Weinsorten. Sein Weingut war bereits in die im Jahr 2016 durchgeführte Pilotphase „Nachhaltiger Weinbau“ involviert, in der nachhaltige Anbaupraktiken in Zusammenarbeit mit den lokalen Weinbauern umgesetzt wurden.

Um Urlaubsgästen den Besuch der Produktionsstätten vor Ort und den direkten Austausch mit den Wein- und Olivenbauern zu ermöglichen, wird ein innovatives und interaktives Ausflugsprogramm entwickelt. Sensibilisierungs- und Kommunikationsmaßnahmen begleiten das Projekt. Langfristig soll eine Verbesserung der regionalen Lebensmittelqualität und -quantität in Urlaubshotels erreicht, die negativen Umweltauswirkungen der Landwirtschaft reduziert sowie die lokale Wirtschaft gestärkt werden. Zudem profitieren Urlaubsgäste von einem erweiterten regionalen Speisenangebot in Hotels und auf Ausflügen.

Der prominent besetzte Projektauftakt auf der Insel wurde durch eine Besuchstour der am Projekt beteiligten Produzenten ergänzt, bei der sich Thomas Ellerbeck, Angeliki Chondromatidou, Emmanuel Kokosalis, Bürgermeister der Region Archanes-Asterousia, sowie rund 15 griechische und internationale Medien ein persönliches Bild von den Anbau- und Produktionsstätten vor Ort machen, die Produkte probieren und sich mit den Akteuren des Projekts austauschen konnten. Besucht wurden die Weingüter Michalakis Estate und Lyrarakis Winery, das Kloster Agios Georgios Epanosifis, das mit eigenem Anbau am Projekt beteiligt ist, sowie der Olivenölhersteller Botzakis S.A. Im alten Landhaus Korsavas konnten die Teilnehmer verschiedene Olivenöl-Sorten probieren und traditionelle lokale Gerichte kosten.

„Wir möchten die Landwirtschaft und den Tourismus so verknüpfen, dass die Bedürfnisse der lokalen Bewohner in der Destination respektiert werden. Die am Projekt beteiligten Landwirte und Produzenten haben klar und deutlich ihren Wunsch geäußert, eine neue Ära einzuläuten. Scheinbar beginnen Gäste tatsächlich nach solchen bedeutungsvollen Initiativen zu suchen und sie zu unterstützen“, untermauerte Sotiris Bampagiouris, Geschäftsführer der Local Food Experts die Intention aus Landwirtschaftssicht. Die große Beteiligung von Farmern, Produzenten und Tourismusvertretern an der Auftaktveranstaltung zeigt zudem, dass das Projekt zum richtigen Zeitpunkt stattfindet. Außerdem blickt er sehr optimistisch in die Zukunft und ist überzeugt, dass „bis Ende 2019 eine Plattform entsteht, auf der Kreta als Destination für nachhaltige Ernährung im Urlaub die ersten messbaren Ergebnisse präsentieren kann.“

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