04.05.2015

Neuer Leitfaden zum Thomas Cook-Projekt "Wertvolles Wasser"

Oberursel, 4. Mai 2015 – Ein Jahr nach Start des gemeinsamen Projektes „Wertvolles Wasser“ haben Thomas Cook und Futouris, die Nachhaltigkeits-initiative der deutschen Tourismusbranche, einen Leitfaden für nachhaltiges Wassermanagement in Urlaubshotels erstellt. Das Handbuch soll allen Thomas Cook-Hotels sowie der gesamten Tourismusbranche als Leitfaden für eine langfristige Reduzierung des Wasserverbrauchs dienen.

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Der Leitfaden zeigt Hoteliers auf, in welchen Bereichen das meiste Wasser eingespart werden kann und gibt Optimierungs-Empfehlungen für die praktische Umsetzung in den Hotels. Die Ergebnisse basieren auf mehrmonatigen Wasserverbrauchs-Analysen in zwölf Hotels der Thomas Cook Marken Sentido, Smartline, SunConnect, Sunwing und Sunprime auf der griechischen Insel Rhodos. Dabei stellte sich heraus, dass die größten Wasserverbrauchsfaktoren die Gartenbewässerung, das Befüllen und der Wasseraustausch von Pools sowie der Verbrauch in den Hotelzimmern sind. Als ersten Schritt in Richtung Reduzierung der genutzten Wassermengen empfehlen Thomas Cook und Futouris ein regelmäßiges Monitoring in diesen Bereichen durch das Anbringen von Wasserzählern.

Die Optimierungs-Empfehlungen unterscheiden nach direktem und indirektem Wasserverbrauch. Um den direkten Wasserverbrauch zu senken, informiert das Handbuch unter anderem über technische Vorrichtungen für den Zimmerbereich oder über ein innovatives Wäschewechselsystem, das bereits erfolgreich in Hotels der Marke Sunwing angewandt wird: Die Gäste legen Handtücher, die gewechselt werden sollen, in einen bereitgestellten Wäschekorb. So ist für die Reinigungs-mitarbeiter eindeutig klar, was gewaschen wird und was die Gäste weiter nutzen möchten. Auch die Bewässerung der Gartenanlagen früh morgens oder nach Anbruch der Dämmerung trägt zur Wasserersparnis bei, wie auch die Nutzung von Brauchwasser. Der indirekte Wasserverbrauch umfasst die Bereiche Energie und das Speisen- und Getränkeangebot. Um den Verbrauch in diesem Segment zu verringern, empfehlen Thomas Cook und Futouris das Einsetzen von Solarenergie für die Warmwasseraufbereitung und die Nutzung von LED-Lichttechnik statt konventioneller Glühlampen. Ein großer Faktor für einen erhöhten indirekten Wasserverbrauch ist ein großes Fleischangebot. Die Untersuchungen zeigen auf, dass ein größeres Angebot guter vegetarischer Alternativen und die Verwendung lokaler Produkte maßgeblich auf den Wasserfußabdruck eines Hotels einwirken können. Seit April 2015 trainieren außerdem Umweltberater die ersten Thomas Cook-Hotels und vermitteln die Standards des Wassermanagement Manuals. Auch das entwickelte Trainingskonzept wird im Nachgang allen Hotels zur Verwendung bereitgestellt. Weiteres Ziel des Projektes ist anhand aller erhobenen Messwerte ein eigenes Benchmarking-System zu entwickeln. Durch diese Maßnahmen sollen die Wasserverbräuche in den Häusern der Thomas Cook eigenen Hotelmarken transparent gemacht und reduziert werden. Alle Ergebnisse aus dem Projekt werden nach Abschluss veröffentlicht, wodurch ein Transfer auf die Tourismusbranche ermöglicht wird.

Das Projekt

Wertvolles Wasser, Griechenland

Besonders in den heißen Sommermonaten ist Wasser in vielen touristischen Zielgebieten ein knappes Gut. Das Projekt „Wertvolles Wasser“ zielt darauf ab, zu verstehen, wie Wasser in Hotels sparsamer verwendet werden kann und das Bewusstsein der Hoteliers und Urlauber für die Problematik des Wasserverbrauchs zu schärfen.

Für Presserückfragen

Futouris e. V.
Anja Renner
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