04.02.2022

Gebeco und Futouris organisieren medizinische Hilfe für Khwe-Gemeinde in Namibia

Gemeinsam mit der nationalen Organisation OSH-Med (Occupational Safety and Health) haben Futouris und Gebeco Anfang Februar medizinische Check-ups, Beratung und Aufklärung für eine Khwe-Gemeinde im Bwabwata National Park in Namibia organisiert. Bei einem Workshop wurden zudem Covid-19 Hygienemaßnahmen und der Umgang mit Besuchern, des von den Khwe geführten Cultural Villages geübt. Ein großes Thema war die Corona-Impfaufklärung. Auch zu den Themen HIV, Schwangerschaft, Verhütung und Ernährung leistet OSH-Med Aufklärung.
„Die Aktion war ein großer Erfolg. Ich bin sehr erleichtert, dass sich alle im Projekt aktiven Khwe für die Impfung entschieden haben“, berichtet die örtliche Projekt-Koordinatorin Antje Rahn von ATC Namibia. „Mit der Impfung wird unser Leben geschützt und wir danken dem ganzen Projektteam“, sagt Muvanjee, die 77-jährige Älteste der Khwe-Gemeinde.

Das umfangreiche Khwe-Projekt wurde 2011 von Gebeco ins Leben gerufen und wird seit 8 Jahren auch von Futouris gefördert. Das Hauptziel ist es, der Khwe-Gemeinde dabei zu helfen, ihre Lebensbedingungen durch Generierung von stabilen Einkünften zu verbessern sowie sie dabei zu unterstützen, ihr reiches und vielfältiges traditionelles Wissen zu erhalten. „Jetzt geht es uns darum, die Gemeinde mit den nötigen Voraussetzungen auszustatten, um möglichst sicher wieder internationale Gäste im selbst geführten Cultural Village begrüßen zu können“, erklärt Michael Knapp, CCO bei Gebeco.
Als die Einnahmen aus dem Cultural Village aufgrund der Corona-Pandemie plötzlich wegbrachen, leisteten Gebeco und Futouris gemeinsam mit weiteren Projektpartnern Sofort-Hilfe und stellten die Lieferung von Hilfsgütern sicher. Ergänzend wurde das Projekt „Selbstversorgung“ gemeinsam mit der Gemeinde gestartet. An der Seite von lokalen Experten haben die Khwe Gemüsebeete angelegt, Zäune zum Schutz vor Wildtieren gebaut und vor Weihnachten bereits die erste Maisernte eingebracht. Die Arbeiten am Hühnerstall kamen derweil ins Stocken, da die Wasserversorgung erneut zusammenbrach. „Um das Wasserproblem langfristig zu lösen, ist der Bau eines Brunnens unumgänglich. Hier arbeiten wir an einer Lösung zum Beispiel durch externe, finanzielle Förderung“, betont Rahn.

Unter dem Motto „Wasser ist Leben“ können auch Privatpersonen über die Spendenplattform Betterplace, die Arbeiten vor Ort unterstützen und so Teil des Projekts werden.
Zur Spendenplattform: https://www.betterplace.org/de/projects/91548

Das Projekt

Khwe Cultural Village – Auf eigenen Füßen

Diese Partnerschaft basiert auf dem im Jahr 2013 initiierten Projekt „Spurenleser“, welches die Erhaltung und Weitergabe des einzigartigen Wissens der Khwe-Gemeinschaft zum Ziel hat. Im Fokus des Folgeprojektes steht die selbstständige Leitung des Projektes durch die Khwe, sodass langfristig ein stabiles Einkommen generiert werden kann.

Für Presserückfragen

Inga Meese
Geschäftsführerin Futouris e.V.
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