12.02.2020

Futouris und TUI Care Foundation beenden erfolgreich gemeinsames Projekt auf Kreta

Das im Juli 2017 von Futouris und der TUI Care Foundation gemeinsam mit dem kretischen Sozialunternehmen Local Food Experts und dem deutschen Beratungsunternehmen blueContec GmbH gestartete Projekt „Kreta – auf dem Weg zur Vorbilddestination für nachhaltige Speisen“ ist nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen worden. Mehr als 150 Projektteilnehmende und Vertreterinnen und Vertreter der Regierung und dem Tourismus- und Landwirtschaftssektors kamen zur Vorstellung der Ergebnisse auf Kreta zusammen. Lokale, nachhaltige und regenerative Produkte haben durch die Initiative nicht nur bei Urlaubsgästen an Beliebtheit gewonnen, sie bilden auch eine immer wichtiger werdende Einkommensquelle für das Leben auf dem Land.

Olivenöl und Wein spielen eine wichtige Rolle in Kretas Wirtschaft und sind aus der kretischen Kultur und Gastronomie nicht wegzudenken. Konventionelle Anbaumethoden verursachen jedoch vielfältige Herausforderungen, insbesondere Umweltbelastungen, Bodenabtrag, Profitrückgang und die Schließung vieler kleiner Farmen sind die Folge. Diese Herausforderungen verlangen nach nachhaltigen Lösungen und der Tourismus spielt hierbei als Absatzmarkt und Innovationstreiber eine Schlüsselrolle. Neben der Landwirtschaft ist Tourismus die Haupteinnahmequelle und Beschäftigsmotor der Insel.

Ein lokales und nachhaltiges Angebot an gesunden Nahrungs- und Genussmitteln wird auch für Urlaubsgäste immer wichtiger. Durch das Projekt wurden lokale Oliven- und Weinbauern geschult und unterstützt, ihre Produkte durch nachhaltige Anbautechniken zu kultivieren. Das trägt zur Verbesserung ihres Einkommens sowie zum Erhalt der einzigartigen Natur Kretas bei. Es wurden zudem ganzheitliche Bewertungsverfahren zur Umsetzung der Anbaupraktiken angewendet und regelmäßig überprüft.

Thomas Ellerbeck, Vorstandsvorsitzender der TUI Care Foundation: „Unsere Initiative auf Kreta baut auf einem Kerngedanken der Strategie der TUI Care Foundation auf: Durch eine bessere Verknüpfung mit der Tourismusbranche entstehen für lokale Produzenten und Bauern neue Chancen. Die vergangenen drei Jahre haben gezeigt, wie gemeinsames Engagement verschiedener Akteure auf der Insel nicht nur Wohlstand stärkt und Arbeitsplätze schafft, sondern auch lokales Kulturerbe schützt. Diesen Ansatz wollen wir nun in andere Destinationen übertragen.“

Die Produkte des Projektes haben es aufgrund ihrer Einzigartigkeit und hohen Qualität geschafft, in die Restaurants und Küchen von führenden Hotels auf der Insel aufgenommen zu werden. Des Weiteren werden sie in den hoteleigenen Shops zum Kauf angeboten sowie den Urlaubern bei speziellen Wein- und Olivenölverkostungen vorgestellt. Insgesamt nahmen über 5.600 Urlauber an den 360 angebotenen Veranstaltungen teil. Auch Hotelmitarbeiter wurden regelmäßig geschult, um Wissen über den Wein und das Olivenöl der Insel, deren Herstellung und historische Bedeutung für Kreta an Gäste weitergeben zu können.

In Zusammenarbeit mit TUI entstanden zwei exklusive Exkursionen für Gäste, die ihnen die Besonderheiten des kretischen Weins und Olivenöls und damit die ländlichen Regionen und Kultur Kretas vor Ort näher bringen.

Während der Projektdauer wurden über 1,5 Millionen Liter Wein und fast 119.000 Liter Olivenöl produziert. In den teilnehmenden Hotels kommen derzeit durchschnittlich 13,5% der verwendeten lokalen Weine und 17% der lokalen Olivenöle aus dem Projekt.

Eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion sowie nachhaltige touristische Dienstleistungen bildeten die Säulen des Projektes. In einer Machbarkeitsstudie wird momentan geprüft, wie die herausragenden Ergebnisse des Projekts auf andere Destinationen übertragen sowie auf andere Landwirtschaftsprodukte und Hotels erweitert werden können.

Das Projekt

Kreta – auf dem Weg zur Vorbilddestination für nachhaltige Ernährung im Urlaub

In diesem Projekt werden lokalen Bauern nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden näher gebracht und mit lokalen Tourismusakteuren vernetzt. Aus der Verknüpfung sollen Synergien zwischen Lebensmittelproduzenten und Urlaubsanbietern entdeckt und genutzt werden.

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Inga Meese
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