08.09.2021

Futouris startet Projekt mit DKKV und GIZ zu Qualitätsinfrastrukturen für resilienten Tourismus

Das Corona-Tourismus-Paket der deutschen Bundesregierung zielt darauf ab, die touristischen Strukturen zu erhalten und die Beteiligten vor Ort zu befähigen, wieder touristische Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Im Sinne von „Build back better“ wird angestrebt, auch die ökologischen und sozialen Aspekte von Tourismus zu verbessern und eine verbesserte Resilienz zu erreichen. Die Maßnahmen sind eng auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort abgestimmt.

Das umfassende Programm richtet sich an 26 von der COVID-19-Pandemie am stärksten betroffenen Länder. Neben der Notwendigkeit eines akuten Krisenmanagements zur Wiederherstellung der Geschäftsfähigkeit in diesen Ländern bietet die derzeitige Krise auch einige Ansatzpunkte für die Branche, langfristige Konzepte zur Steigerung der Resilienz gegenüber Risiken und Krisen, auch unter Berücksichtigung einer nachhaltigen Entwicklung, zu implementieren. An dieser Stelle setzt das hier vorgestellte Projekt, welches von Futouris in Kooperation mit dem Deutschen Komitee für Katastrophenvorsorge (DKKV) durchgeführt wird, an.

Das Projekt soll dazu beitragen, die Wiedereröffnung der Märkte in den Destinationen zu unterstützten und anhand der COVID-19 Lage systemische Risiken für die Tourismusentwicklung zu identifizieren. Die daraus gewonnen Erkenntnisse dienen sowohl der Überwindung des COVID-19-bedingten Einbruchs als auch dem Aufbau einer langfristigen Handlungsfähigkeit von Destinationen gegenüber zukünftigen Krisen. Gleichzeitig strebt das Projekt die Entwicklung einer Analysemethodik an, mithilfe derer Aspekte der Nachhaltigkeit und Sicherheit als zentrale Grundlagen einer nachhaltigen Entwicklung messbar und überprüfbar gemacht werden.

Gemeinsam mit dem DKKV soll ein umfassendes Konzept zur Steigerung der Resilienz von Tourismusdestinationen erarbeitet und in drei Pilotdestinationen (Dominikanische Republik, Namibia und Sri Lanka) implementiert werden. Zentraler Ansatzpunkt ist, dass ein Konzept anhand der Bedürfnisse der Destinationen entwickelt wird. Dabei spielen sowohl Aspekte einer nachhaltigen Tourismusentwicklung als auch Themen wie Risikominderung und Katastrophenvorsorge eine wichtige Rolle. Destinationen werden hierbei als System verstanden, in welchem unterschiedliche Akteure, die die verschiedenen Bestandteile der Destination repräsentieren, agieren.

Geplante Aktivitäten:

  • Entwicklung eines Verständnisses für die Resilienz von Tourismusdestinationen
  • Erstellung eines Konzeptes und einer Analysemethodik zur Messbarkeit von Resilienz in Tourismusdestinationen
  • Zusammenstellung von Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Resilienz
  • Konzeptionierung von Schulungsmaterialien und Resilienzleitfäden
  • Durchführung von Schulungen und Webinaren in Destinationen und für deutsche Reiseunternehmen
  • Erstellung eines Konzeptes zur Zertifizierung von Destinationen bzgl. ihrer Resilienz
  • Einbeziehung verschiedener Ebenen von Politik, Wissenschaft und Tourismuswirtschaft mit dem Ziel, die Sensibilität für Resilienz im Tourismus zu steigern

 

Projektdauer: Juni 2021 bis September 2022

Zuwendungsgeber:in: Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Projektpartner: Deutsches Komitee für Katastrophenvorsorge (DKKV)

Ansprechpartnerin: Elena Eckert

Für Presserückfragen

Inga Meese
Geschäftsführerin Futouris e.V.
Heidenkampsweg 58
20097 Hamburg
Deutschland
+49 (0) 40 809034 4055