Projektstandort
Ostsee
Projektstart
2009
Projektbeschreibung
Die Schweinswale sind in der Ostsee vom Aussterben bedroht. Ohne strikte Schutzmaßnahmen werden die nur 1,60 m langen, einzigen in der Ostsee heimischen Wale in wenigen Jahren ausgerottet sein. Derzeit gibt es nur noch etwa 600 dieser kleinen Wale mit der stumpfen Schnauze. Umweltverschmutzung, Unterwasserlärm und besonders die Fischerei machen den Schweinswalen das Überleben schwer.
Für einen effektiveren Schutz der Ostsee-Schweinswale bedarf es einer genauen Kenntnis über ihre saisonale Verbreitung und die bevorzugten Lebensräume. Um Aufschluss über Verbreitung und Leben der Schweinswale zu bekommen, wendet sich die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e. V. an Segler und andere Bootsfahrer. Sie bittet die Crews, Sichtungen von Schweinswalen mit Angaben über Datum, Windverhältnisse und Position möglichst mit GPS-Daten zu melden. Die Sichtungsdaten sind z. B. bei der Ausweisung von Meeresschutzgebieten eine große Hilfe.
Projektziele / Ergebnisse
- Verbesserung der Datenlage zur saisonalen Verbreitung und zu bevorzugten Lebensräumen der Schweinswale, insbesondere auch in weniger befahrenen Regionen der Ostsee
- Weitergabe der Ergebnisse an Experten (Workshops, Publikationen) und die Öffentlichkeit
- Ausweisung von Schutzgebieten für das europaweite Netzwerk "Natura 2000" (Flora-Fauna-Habitat Richtlinie) auf Basis der Sichtungsdaten
- Sensibilisierung der Wassersportler für die Schweinswale, deren Gefährdung und für ein artenschutzgerechtes Verhalten
Projektkoordinator / Projektpartner
GSM – Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e. V.