Projektstandort
Nordseeinsel Juist Töwerland
Projektdauer und -start
1 Jahr, 2011
Projektpaten
Gefördert durch alle Futouris Mitglieder
Projektbeschreibung
Mitten drin und hautnah spüren insbesondere Inselbewohner das Klima und in jüngster Zeit auch den Klimawandel. Die Bewohner der Nordseeinsel Juist wollen sich den zukünftigen Herausforderungen stellen und haben schon frühzeitig beschlossen sich mit dem Klima zu wandeln. Mit mutigen Schritten streben die Juister an, sich zum weltweit führenden Modell einer klimaneutralen Insel zu entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen sind vielfältige Anstrengungen notwendig, die ebenso vielfältige Mitstreiter benötigt. Futouris hilft mit wissenschaftlicher Begleitung sowie finanzieller und politischer Unterstützung der Insel Juist den Status „klimaneutrale Insel“ zu erhalten und ein globales Vorzeigeprojekt zu werden.
Von 2006 bis 2009 war Juist Pilotpartner im Rahmen des Forschungsprojektes „KUNTIKUM“ der Leuphana Universität Lüneburg. In diesem Rahmen wurden erste Workshops durchgeführt und Ziele, Strategien und Maßnahmen für den Weg zu einer klimaneutralen Insel definiert. Inzwischen sind die Ziele im Leitbild „Klimainsel Juist“ verankert. Darüber hinaus wurde das Bremer Energie Institut beauftragt, für das Startjahr 2008 eine CO2-Bilanz für die Insel Juist zu erstellen. Die in 2008 durch den Energieverbrauch auf Juist verursachten CO2-Emissionen, betrugen insgesamt 19.590 t CO2. Auf der Basis dieser Erhebung kann nun ein Plan entwickelt werden, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Daher soll zunächst alles unternommen werden, den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu steigern und Energie, die nicht eingespart werden kann, durch erneuerbare Energiequellen zu gewinnen.
Projektziele
Teilziel 1:
Erweiterung des bereits existierenden Emissionsinventars der Insel, in dem auch die An-/Abreise der Touristen nach Verkehrsmittelträgern berücksichtigt wird. Hierzu wird eine Besucherbefragung durchgeführt, die das Parallelziel der Abschätzung der Unterstützungs- und Zahlungsbereitschaft der Gäste für die Erreichung des Ziels einer klimaneutralen Destination hat. Im Rahmen des ersten Teilziels werden auch die Einstellungen der beteiligten vier Akteursgruppen, also der Politik, der Inselbewohner, der touristischen Betriebe und der Touristen erfasst. Dies bildet die Grundlage für die Erarbeitung von Strategien im Teilziel 3.
Teilziel 2:
Erarbeitung eines Masterplans/konkreter Handlungsanweisungen für die Minderung des Energiebedarfs als auch der Emissionen sowie des parallelen Ausbaus der Erzeugung regenerativer Energie.
Teilziel 3:
Die Schaffung einer integrierten Aktion, um eine Mehrheit der Juister für die Umstellung der Insel zu einer klimaneutralen Destination zu gewinnen. Hierzu gehört die Mobilisierung von Eigenkapital um insbesondere Gebäudedämmungsmaßnahmen mit längeren Amortisationszeiträumen zu finanzieren. Erste Umstrukturierungen, darunter beispielsweise der Umbau öffentlicher Gebäude durch die Kommune, werden im Projektzeitraum zur Unterstreichung der Vorbildrolle der Politik bereits realisiert. Aus diesem Teilziel ergibt sich die selbständige Weiterarbeit der Insel Juist bis zur Erreichung der Klimaneutralität.
Projektpartner / Projektkoordinator
Projektorganisation: Insel Juist Töwerland (www.juist.de)
Lokaler Kooperationspartner: Die EWE wird als Energiedienstleister und Technologieberater tätig (www.ewe.de), Reederei Frisia (www.reederei-frisia.de)
Projektkoordinator: Thomas Vodde


