2010

„Tropenwaldschützer“, Kuba

Projektstandort

Alexander-von-Humboldt-Nationalpark, Kuba

Projektdauer und -start

1 Jahr, 2010

Projektpaten

Thomas Cook Reisen, Neckermann Reisen, Thomas Cook Austria / Neckermann Reisen Österreich

Projektbeschreibung

Im wenig erschlossenen Osten Kubas liegt der Alexander-von-Humboldt-Nationalpark, die letzte große, zusammenhängende Tropenwaldfläche der Karibikinsel. Er gilt als Schatzkammer der Artenvielfalt, hat eine enorme Bedeutung als natürlicher Wasserspeicher für die Region, sichert die Bindung von klimaschädlichem Kohlendioxid und ist Naturerlebnisstätte für entdeckungsfreudige Touristen.

Doch für die Kleinbauern, die in der Randzone dieses Naturraums leben, sind die Lebensbedingungen schwierig. Ihre Erträge reichen oft nicht aus, um ihre Familien zu ernähren, die Ackerflächen sind klein, die Böden ausgelaugt. Daher haben die Bauern in der Vergangenheit oft neue Flächen im Schutzgebiet gerodet und ihre Nutztiere frei laufen lassen, was Bodenerosion, Veränderung des Mikroklimas und Grundwasserabsenkung zur Folge hatte. Die Verbesserung der Lebensbedingungen der Familien ist daher der Schlüssel zur Bewahrung der natürlichen Ressourcen und zum Erhalt der natürlichen Schönheit der Destination Kuba.

In Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung haben Vertreter der bäuerlichen Genossenschaften und der Gemeindeverwaltungen, Forstparzellen zur gemeinschaftlichen Bewirtschaftung eingerichtet. Diese Maßnahme dämmt die illegale Abholzung ein. Baumschulen, die von Familien vor Ort betrieben werden, produzieren Setzlinge einheimischer Baumarten zur Aufforstung, damit der Wald auch künftigen Generationen erhalten bleibt. Insgesamt werden 200 ha Land im Nationalpark wiederaufgeforstet und weitere 300 ha mit Umweltschutzmaßnahmen versehen.

Eine Saatgutbank für bedrohte Pflanzenarten zur Erhaltung der Artenvielfalt wurde in Zusammenarbeit mit dem Waldforschungsinstitut in Baracoa ebenfalls eingerichtet. Ein Schwerpunkt des von Futouris unterstützen Teilprojekts liegt in der Aufforstung bedrohter Pflanzenarten und in der Sensibilisierung der dort lebenden Bevölkerung für die Schätze der eigenen Kulturlandschaft. Langfristig soll sich das Bewusstsein für die eigenen natürlichen Ressourcen entwickeln. Das Vorhaben richtet sich in Kuba an rund 3.000 Bewohner von 9 ländlichen Gemeinden im Umfeld von Schutzgebieten.

Projektziele

  • Vorbereitung und Durchführung von Wiederaufforstungsmaßnahmen in den Randzonen des Alexander-von-Humboldt-Nationalparks
  • Aufbau einer Samenbank für bedrohte Pflanzenarten
  • Errichtung von drei Baumschulen mit einer Produktion von ca. 10.000 Setzlingen einheimischer Arten pro Jahr
  • Wiederaufforstung von 240 ha Wald mit einheimischen Arten und Sanierung von 300 ha Wald mit Maßnahmen Wiederaufforstung, Erosions- und Bodenschutz

Projektpartner / Projektkoordinator

Projektorganisation: www.welthungerhilfe.de

Lokale Partner vor Ort: www.actaf.co.cu

Projektkoordinator: Harald Dueren