2010

Lebensnester, Haiti

Projektstandort

Gressier, Haiti

Projektdauer und -start

5 Jahre, 2010

Projektpaten

TUI AG, TUI Deutschland, TUI Österreich, TUI Schweiz

Projektbeschreibung

Das schwere Beben auf Haiti 2010 führte zu einer weltweiten hohen Anteilnahme am Schicksal der dort lebenden Menschen. Die Futouristen der TUI-Gruppe beschlossen, mit einem Sonderprojekt die Lebensverhältnisse zu verbessern und damit einem Land, das unmittelbar an die bereits etablierte Tourismusdestination Dominikanische Republik grenzt, Hoffnung für einen Neuanfang zu geben.

“Piti, piti, wazo fe nich li” – das kreolische Sprichwort bedeutet “nach und nach baut der Vogel sein Nest” und ist Sinnbild für das Futouris-Förderprojekt “Lebensnester”.  Stufenweise entwickelt Futouris gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos  “Lebensnester”, welche ein neues Zuhause, eine Wirkungsstätte und ein geborgener Lebensraum für die vom Erdbeben betroffenen Menschen sein werden. So entstehen Bildungsnester – als Wirkungs- und Ausbildungsstätte, Verweilnester - als Orte für ein neues Zuhause, Kulturnester – als Begegnungsstätte für kulturellen Austausch und Pflege traditioneller Kultur sowie Naturnester – als Orte, die die Traditionen lokaler Naturgärten wieder aufleben lassen.

Nach dem Motto, “nicht gegen die Natur sondern in ihr” – sollen  Lebensnester als Lebensräume gestaltet werden, die die Belange der Natur berücksichtigen und die kulturelle Identität der Menschen wahren, die in ihnen leben werden. Damit ist das Projekt von Anfang an Bestandteil eines auf Nachhaltigkeit angelegten Entwicklungsprozesses. Langfristig kann auf diesem Wege der Grundstein für die Entwicklung einer nachhaltigen Destination gelegt werden und Haiti behutsam auf touristische Perspektiven vorbereitet werden. Für das Gesamtprojekt wurde eine gemeinsame Projektphilosophie entwickelt, die Basis für die Projektumsetzung und Leitlinie für alle am Projekt beteiligten Personen ist.

Projektziele

  • Aufbau von Ausbildungsstätten, um Jugendliche und Erwachsene zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit zu befähigen und und ihnen die Möglichkeit zu geben, einen nachhaltigen Tourismus zu etablieren („Bildungsnester“)
  • Aufbau von Schlaf- und Wohnstätten für Kinder, Jugendliche und heimatlose Erdbebenopfer („Verweilnester“)
  • Initiierung von Programmen zur Förderung eigenständiger kultureller Identität, Aufbau  von Begegnungsstätten für den kulturellen Austausch und Pflege traditioneller Kultur („Kulturnester“)
  • Ausbau der traditionellen Naturgärten zur Selbstversorgung („Naturnester“)

Projektpartner / Projektkoordinator

Projektorganisation: Don Bosco Mondo

Projektkoordinator: Dr. Nelson Penedo