11.04.2017

Gästekommunikation: Prototypen im Test

Unsere Prototypen zur Kommunikation von nachhaltigen Speisen im Urlaub befinden sich in der Testphase. Damit Urlaubsgäste erfahren, wo die Speisen auf ihren Tellern herkommen und was die Lebensmittel in Sachen Nachhaltigkeit können, hat die MODUL University unter der Leitung von Prof. Dr. Dagmar Lund-Durlacher betriebsspezifische Prototypen entwickelt und nun die ersten von ihnen getestet.  Die zuvor durchgeführte Studie zur Gästekommunikation zeigte, welche Instrumente sich zur Kommunikation eines nachhaltigen Speiseangebots eignen.

Instrumente zur Kommunikation von nachhaltiger Ernährung

Dort, wo nachhaltige Speisen angeboten werden, sollten sie auch kommuniziert werden. Glaubwürdigkeit ist hierbei das A und O. Anstatt auf Vermeidung zu setzen oder Verbote auszusprechen, sollten positive Aspekte unterstrichen werden, die nachhaltige Ernährung mit sich bringen. Wichtig ist der Einsatz unterschiedlicher Kommunikationsmittel, wie Aufsteller, Spießer, Klammer-Schilder, Vitrinen, sowie persönliche Aufklärung durch das Personal. Ebenfalls empfohlen werden klare Botschaften sowie Storytelling.

Prototypen Gästekommunikation

Test der Kommunikationsinstrumente im Biohotel Grafenast

Das Projektteam der MODUL University entwickelte gemeinsam mit einer Grafikdesignerin konkrete Prototypen für einen Einsatz im Biohotel Grafenast in Pill (Tirol), die auf Informationen vom Besitzer Peter Unterlechner basieren. Im Rahmen eines ersten Pretests wurden die Prototypen Mitte März im Betrieb implementiert. Die Instrumente wurden am Frühstücksbuffet sowie auf den Gästetischen eingesetzt und wiesen die Gäste auf zwei wichtige Aspekte nachhaltiger Ernährung hin: Lokale Produkte und Abfallvermeidung.

Die Instrumente erzielten eine hohe Aufmerksamkeit und erhielten positives Feedback von den Gästen. Die Gesamt-Abfallmenge und die Konsummenge der jeweiligen Speisen wurden vor und während des Pretests gemessen. Alle Erkenntnisse aus dem Pretest fließen in die weitere Entwicklung der Kommunikationsinstrumente ein, die dann in einem finalen Test in einer Gruppe von Pilothotels in Gran Canaria auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

 

 

2 Comments

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Gratulation! Das ist ein tolles Projekt…
Ich finde es oft einfach schrecklich, wie an Büffets mit dem Essen umgegangen wir: alles zerwühlt, die Teller übervoll – und dann werden viele tische so verlassen, dass noch mind.zwei Personen satt würden… Vor allem bei Eierspeise, Schinken und Wurst, sowie obst und Kuchen sind die Augen sehr oft größer als der Mund (Magen). Ich weiß nicht, ob den Leuten überhaupt bewusst ist, dass das alles weggeworfen wird… Und was die Nachhaltigkeit betrifft, könnte das für viele ein Anstoß sein, um auch im Alltag darüber nachzudenken und etwas an ihrem Kaufverhalten zu verändern. Aber je teurer das Hotel bzw Frühstücksbüffet – umso mehr wird weggeworfen – das ist meine Beobachtung – „…schließlich habe ich ja genug bezahlt – also muss ich auch anständig konsumieren – auch wenn ich nicht aufesse…“ So denken scheinbar viele…!
Das Design der Aufsteller ist sehr ansprechend und hübsch anzusehen – gute Farbwahl!
Mit freundlichen Grüßen Michaela Frey
PS: bin 1-2x im Jahr unterwegs und am liebsten in Bio-Hotels!

Liebe Michaela,

vielen Dank für dein Feedback! Wir sehen das genauso. Und die Umsetzung ist so einfach. Hoffentlich machen vielen Hotels in der Zukunft auf den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln aufmerksam.

Viele Grüße
Jannike von Futouris

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Das Projekt

Sustainable Food - Gästekommunikation

82 % aller Urlaubsgäste möchten mehr über das Essen erfahren, das ihnen in Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen serviert wird. So lautet eine wichtige Erkenntnis aus der Grundlagenstudie unseres Sustainable-Food-Projekts.

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