08.04.2017

Futouris auf dem Deutschen CSR-Forum 2017

Die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung ist und bleibt ein Herzensthema von Futouris. Dass in der Tourismusbranche bis zu 60% der eingekauften Lebensmittel im Mülleimer landen, ist schlichtweg nicht vertretbar. Deswegen platzierte Futouris das Thema auf dem diesjährigen Deutschen CSR-Forum in Ludwigsburg. Mit Vertretern von Tourismusunternehmen, Wissenschaftlern und Projektpartnern wurden Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert und dabei auch der Blickwinkel anderer Branchenvertreter eingeholt.

An der Diskussion beteiligt waren neben Swantje Lehners (Futouris), Lucienne Damm (TUI Cruises), Ulrike Braun (DER Touristik), Prof. Dagmar Lund-Dulacher (MODUL University) und Torsten von Borstel (United Against Waste). Unter anderen wurden folgende Fragen erörtert: Wo kann die Tourismusbranche bei der Reduzierung von Lebensmittelabfällen ansetzen, ohne dass die Gästezufriedenheit darunter leidet? Wer trägt eigentlich die Verantwortung für die Lebensmittelverschwendung? Welchen besonderen Herausforderungen unterliegt dabei die Kreuzschifffahrt? Und wie kommuniziert man Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen an den Gast? Moderiert wurde die Sektion von Prof. Dr. Julia Peters, Professorin für Nachhaltigkeit und Internationales Management an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten.

Eine Erkenntnis der von Futouris in 2016 durchgeführten Grundlagenstudie zum Thema „Nachhaltige Ernährung im Urlaub“ ist, dass „57 % der Gäste kleinere Portionen akzeptieren würden, wenn dadurch der Abfall reduziert werden kann“, so Swantje Lehners. Aber die Realität zeigt das Gegenteil – in befragten Urlaubshotels werden zwischen 25 und 60 % der Lebensmittel weggeworfen, das sind durchschnittlich 200 g pro Gast und Mahlzeit.

Lucienne Damm, Senior Environmental Manager von TUI Cruises berichtete über das Projekt „Reduzierung von Lebensmittelverschwendung auf Kreuzfahrtschiffen“, für das TUI Cruises als erstes Kreuzfahrtunternehmen alle an Bord anfallende Lebensmittelabfälle systematisch misst und dokumentiert. Die aus den Messungen abgeleiteten Maßnahmen sollen flottenweit implementiert werden, um so die Lebensmittelverschwendung deutlich zu senken.

Erfahrungen von Messungen der Abfallmengen in Hotels und mit welchen Maßnahmen Abfall vermieden werden kann, verriet Torsten von Borstel. Die Zuhörer erfuhren, dass neben dem Einsatz von flacheren Behältnissen und kleineren Probiergrößen auf dem Buffet eine gute Beschilderung essentiell ist.

CSR-Forum

Ulrike Braun hob zudem hervor, dass Hotels beim Umgang mit Lebensmitteln ganzheitlich ansetzen sollten, was eine grundlegende Analyse der aktuellen Situation voraussetzt. Die Reduzierung bzw. Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sei im Gesamtkontext zu betrachten und gehe einher mit einem nachhaltigen Lebensmitteleinkauf über eine geeignete Lagerung, Verarbeitung und Präsentation. Schulungen der Hotelmitarbeiter und Sensibilisierungsmaßnahmen für den Gast seien dabei unabdingbar.

„Ein Schlüsselfaktor zur Sicherung der Gästezufriedenheit bei Verringerung der Lebensmittelverschwendung ist eine transparente, positive und humorvolle Kommunikation“, so Prof. Dr. Dagmar Lund-Durlacher, Leiterin des Departments for Tourism and Service Management MODUL University Vienna. Ein Bewusstsein für das Thema Lebensmittelverschwendung beim Gast zu schaffen und die eigenen Einflussmöglichkeiten zur Minimierung von Abfällen aufzuzeigen ist dabei ein wichtiger Schritt.

Alle Teilnehmer waren sich einig: Es gibt noch viel zu tun, um Lebensmittelverschwendung deutlich zu reduzieren, aber der Einsatz lohnt sich!

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